|
In diesem Wohngebiet im Stadtteil Gaustadt stehen 28 Reihenhäuser mit Wohnflächen zwischen 113 und 130 m2. Ein Beispiel für "verdichteten Einfamilienhausbau", wobei die Flächen zwischen den drei Baufeldern zur Regnitz und zum Berggebiet durchlässig sind und so allen Bewohnern ein gleichwertiges Wohnumfeld gewährleisten. Die Stadtbau GmbH hat als Bauherr zwischen Herbst 1998 und Ende 1999 an der Heinrich-Semlinger-Straße die Ergebnisse eines Realisierungswettbewerbes und damit Bambergs erste "autofreie" oder zumindest "autoreduzierte Siedlung" umgesetzt. Ziel der europaweiten Ausschreibung mit dem Titel "Das bezahlbare eigene Haus - kostengünstig, ökologisch, sozial, autofrei" war es, Eigenheime günstig zu schaffen. Besonderer Wert wurde zusätzlich auf ökologische Standards und soziale Aspekte gelegt. Verwirklicht wurden u.a. ein im Wohngebiet integrierter Kinderspielplatz sowie der Bau eines Gemeinschaftshauses mit Gästezimmer und zentralen Veranstaltungsraum. Das von der Obersten Baubehörde in München geförderte Pilotprojekt vereint verschiedene ökologische Besonderheiten. Die Zwei- und Dreifamilienhäuser sind in Holzständerbauweise errichtet und weisen eine energieeffiziente Ost-West-Ausrichtung auf. Niedrigenergiebauweise und zentrale Nahwärmeversorgung durch ein randlich gelegenes Blockheizkraftwerk gehören ebenso dazu wie die Begrünung der Flachdächer. Ein weiteres Ziel der Planung war es, lediglich den notwendigen Stellplatzbedarf für Besucher, Behinderte und Carsharing-Projekte nachzuweisen (0,2 Stellplätze pro Wohnung). Auch der "Ochsenanger" gilt als Beispiel für zeitgemäßen und experimentellen Wohnungsbau im Rahmen der "5. Architektouren" der Bayerischen Architektenkammer.
Verantwortliche: Kontakt: Stadt Bamberg / Umweltamt - Agenda-Büro |